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Veranstaltungen

Kinder-Inklusionsfest im Juni 2016 in Waldkirchen wird konkret 14. Treffen des Netzwerkes Inklu-Net im Ringelaier Pfarrheim

Ringelai. „Miteinander Barrieren abbauen“ ist das Motto des Netzwerks für Inklusion „Inklu-Net“. Beim 14. Treffen der Projektgruppe, einem wichtigen Baustein der Selbsthilfegruppe „Menschen mit und ohne Behinderung“ im Landkreis Freyung-Grafenau, wurden die konkreten Pläne für das große „Kinder-Inklusions-Fest“ in Waldkirchen im Sommer 2016 dem Gremium vorgestellt und weitere Ideen besprochen.

„Inklusion heiß dazu gehören, also das Gegenteil von Ausgrenzung.“ Johannes Spitaler, Seelsorger für Menschen mit Behinderung, hatte seine einleitenden Worte der „Aktion Mensch“ entlehnt. Und die Möglichkeit der Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben auf sämtlichen Ebenen ist sehr wohl das ambitionierte Anliegen der Netzwerkgruppe „Inklu-Net“ im Landkreis Freyung-Grafenau. Der Einladung zum 14. Netzwerktreffen waren zahlreich engagierte Menschen, Behindertenbeauftragte und Bürgermeister aus dem Landkreis sowie Angehörige verschiedener Organisationen und Einrichtungen ins Pfarrheim Ringelai gefolgt. Mit einem Tagesordnungspunkt „zum Aufwärmen“ stieg die Runde ins informative Geschehen ein. Lisa Tiefenböck stellte Polo-Shirts mit dem Logo des Netzwerkes „Inklu-Net“ vor und bat um rege Bestellungsaktivitäten des äußeren Erkennungsmerkmals für Veranstaltungen oder Ähnlichem. „So werden wir zu einer starken Marke, die gesehen wird“, lud Lisa Tiefenböck zur anschließenden Anprobe der Test-Shirts ein.

Über die „Hauptsache“ des „Inklu-Net“-Treffens referierte Sprecher des Netzwerkes Ossi Peterlik ausführlich: Das Kinder-Inklusionsfest in Waldkirchen, das laut Veranstalter „ein angenehmer Ort der Begegnung, der Entspannung, der Freude und der Fröhlichkeit“ werden soll. Als Termin nannte er den 4. Juni 2016, auf den man sich in einer Arbeitsgruppe geeinigt hatte. Die Veranstaltung soll von 10 bis 17 Uhr auf dem gesamten Schulgelände in Waldkirchen sowie im Stadtpark stattfinden. So könne man auch bei schlechtem Wetter in den Gebäuden und Sporthallen der umliegenden schulischen Einrichtungen Platz finden. Für die Zeit, in der die Spiele stattfinden, werde der Verkehr für das Gelände gesperrt, so Peterlik. Mit in die Großveranstaltung integriert würden die Fair-Play-Spiele der Stadt Waldkirchen sowie das Karlsbacher Inklusions-Sportfest des Malteser Hilfsdienstes. Vollste Unterstützung seitens der Stadt Waldkirchen sagte Dr. Claus Kappl, Stadtrat und Behindertenbeauftragter, für das Kinder-Inklusionsfest zu.

Mit vielen interessanten, abenteuerlichen und spannenden Angeboten für Kinder, teils auch für Erwachsene, mit und ohne Behinderung möchte das Inklusionsfest einen großen Kreis ansprechen. Ein Anschlussprogramm mit Livemusik soll des Weiteren auch Jugendlichen und Erwachsenen die Gelegenheit zum Treffen und Austauschen geben. Für Anregungen aus dem Gremium zeigten sich die Sprecher und Mitarbeiter der Arbeitsgruppe dankbar und nahmen diese mit in die „Ideen- und Planungswerkstatt“. Gerade die Einbindung aller Schularten im Landkreis „von Jandelsbrunn bis Zenting“ kristallisierte sich als sehr wichtiger Punkt heraus. So sollten sich für die Findung eines geeigneten Werbeplakatmotivs die Kinder selbst verantwortlich zeichnen, informierte Ossi Peterlik. Dazu wird eine Art „Malwettbewerb“ ins Leben gerufen werden, den die Inklusionsberater des Landkreises unterstützen würden. „Überhaupt sind Projektwochen zum Thema „Inklusion“ mit all ihren Facetten für Schulen eine tolle Sache“, meldete sich Dr. Claus Kappl zu Wort und berichtete vom konkreten Vorhaben des Waldkirchner Gymnasiums.

Angesprochen wurden zudem die immens wichtigen Punkte Sponsoring der Veranstaltung, Bewerbung des Festes, Versorgung der Gäste mit Speisen und Getränken: Hierbei sei noch eine Menge Arbeit zu leisten, war man sich einig, doch „miteinander werden wir das schaffen“, meinte Sprecher Peterlik. Für die Übernahme einer Schirmherrschaft seien bekannte Sportlergrößen angedacht, die ja gerade Kinder und Jugendliche als Vorbildfiguren ansprechen würden. Ein angedachtes „Jahr der Barrierefreiheit 2016“ oder ein „Jahr des Miteinanders 2016“ im Landkreis, diesen gemeinsamen Traum war man an diesem Informations- und Diskussionsabend wieder ein Stück näher gekommen, waren sich die Teilnehmer des Treffens sicher.

Das „Bündnis für Aufgeschlossenheit“ stellte Johannes Spitaler im weiteren Verlauf des Abends vor. Ausgehend von einem Impuls des evangelischen Pfarrers Thomas Weinmair aus Freyung seien kürzlich Vertreter der Kirchen aus Freyung, des Caritas-Verbands, des Kirchlichen Jugendbüros, des „Inklu-Net“, der Stadt Freyung und der Katholischen Erwachsenenbildung zusammen gekommen, um gemeinsam ein Zeichen positiver Willkommenskultur zu setzen und Ressentiments aus der Bevölkerung zu diskutieren, so Spitaler. Über weitere Aktionen würde er das Gremium gegebenenfalls informieren. Zum Ende des Netzwerktreffens war abermals die Homepage (www.inklunet-frg.de) ein Thema. Johannes Spitaler bat um Beiträge aus der Runde für die Netzwerkseite: „Unsere Homepage sollte lebendig sein und aktuell sein.“ Informiert wurde noch über den „Tag der Selbsthilfe“ im Landkreis Freyung-Grafenau, der im Waldkirchner Bürgerhaus am Samstag, den 10. Oktober stattfindet. Inhaltlicher Schwerpunkt ist das Thema „Selbstpflege“. Interne Veranstaltungspunkte, informelle Gespräche, Informationsstände von Selbsthilfegruppen und Einrichtungen: Das Angebot ist breit gefächert, lud Johannes Spitaler zur Teilnahme ein. (grc)

Fotol, Netzwerktreffen am 1.10 (2)

 

BU: In angenehmer Atmosphäre informierten die Sprecher des Netzwerks „Inklu-Net“ Johannes Spitaler (links im Bild) und Ossi Peterlik (rechts im Bild) auch Christa Kellhammer und Anton Seidl- neben zahlreichen anderen Interessierten und Teilnehmern des Netzwerktreffens.

(Foto: Grapentin)